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Auf der
vierten Gebetsstufe trittst Du in ein völlig neues Verhältnis zur Wirklichkeit,
die Dich umgibt.
Du siehst alles, was Dich umgibt mit
den Augen des Glaubens und der Liebe.
Du mußt Dich nicht mehr überwinden, immer wieder aus dem Alltag auszusteigen
wie in der zweiten Stufe.
Die Anstrengung der Stufe des Dranbleibens (die dritte Stufe) ist
einer Gelassenheit gewichen.
Beten
ist gewissermaßen ein Dauerzustand Deines Lebens geworden. Der Ton der
Gebete ist weniger zweifelnd und erwägend, sondern betrachtend. Du bekennst,
dankst und preist Gott als den, der alles ermöglicht, aus dem alles
strömt und in den alles einfließt.
 
 

Erlebnis- und Gebetslandschaft
"Eine
Landschaft verfügt über keine festgelegte Richtung, keinen privilegierten
Standpunkt, sie orientiert sich ausschließlich an der Wegstrecke der
Passanten."
(Paul
Virilio)

Ausgangspunkt
bilden Erlebnislandschaften, in denen die traditionelle Kartographie
der Landkarte oder des Stadtplans durch Gefühle, Einstellungen und Lebenshaltungen
ersetzt wird. Flüsse, Gebirge, Straßen und Orte ergeben eine innere
Landschaft, deren Erkundung im Lichte des Glaubens vollzogen wird. Diese
innerliche Reise wird in einem Gebet gebündelt.


Male eine eigene Erlebnislandschaft auf Papier. Ein Atlas kann Dich
dabei inspirieren. Nimm Dir dazu sehr viel Zeit. Die Karte kann auch
über Tage, Wochen oder Monate entstehen.
Betrachte Deine Landschaft in aller Ruhe. Versetze Dich in diese Landschaft.
Stell Dir vor: Diese Landschaft ist mein Leben.
Formuliere ein Gebet zu Deiner Landschaft in der Überzeugung, daß letztlich
nicht Du, sondern Gott diese Landschaft gemalt hat.
Zum Schluß werden die ersten Worte des Gebetes formuliert: "Gott, ...",
indem dieser mit einem Namen angesprochen wird, der zum Ausdruck bringt,
was Dir Gott in Deinem Leben bedeutet.

[Vertiefungen
zu den Methoden findest Du im .]


Gott,
du Wegbegleiter
Du schenkst uns
die Freiheit, viele Wege zu gehen.
Oft suchen wir
die Stadt der Orientierung,
um neue Wege einzuschlagen.
Wir merken dabei,
daß wir nicht gradlinig
darauf zulaufen können,
da die Wege kurvig,
steinig und bergig verlaufen
oder an einem bestimmten
Ort einfach enden.
Laß uns spüren,
daß deine Verbindung
zu uns niemals abreißt
und wir so unserem
Ziel immer näher kommen.
N.N.

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